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Fendi: Pelz- und Lederwaren in Perfektion

Das italienische Modeunternehmen Fendi steht seit jeher für Handtaschen, Pelz- und Lederwaren in Luxus-Qualität. Gegründet wurde das Label bereits 1918, als Adele Casagrande seinen ersten Laden für hochwertige Pelze und Lederwaren inmitten von Rom eröffnete. Seinen Namen verdankt das Unternehmen Edoardo Fendi, Adele Casagrandes Ehemann. 14 Jahre später folgte ein zweiter Laden, 1955 wurde schließlich die erste Pelzmodenschau des Hauses gezeigt. Anfang der 60er Jahre wurde das Familienunternehmen schließlich von den fünf Fendi-Töchtern geerbt. Fendis Töchter waren es auch, die 1965 Karl Lagerfeld als Chefdesigner engagierten. Dieser entwarf das bekannte Doppel-F-Logo, das bis heute alle Fendi-Kreationen ziert.

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Die erste Prêt-à-porter-Linie

Unter dem kreativen Geist Karl Lagerfelds entstanden in den kommenden Jahren unzählige Pelzkollektionen, die jedoch so teuer waren, dass sie sich lediglich ein winziger Teil der Gesellschaft leisten konnte. Infolgedessen beschlossen die fünf Töchter, eine zusätzliche Prêt-à-porter-Linie auf den Markt zu bringen. Die Prêt-à-porter-Linie, die in erster Linie qualitativ hochwertige Mode umfasst, gibt es seit 1977. Etwas später folgten passende Accessoires und Parfums. Einen Rückschlag erhielt das Unternehmen Ende der 80er Jahre, als das Tragen von echtem Pelz immer mehr in Verruf geriet. Auch mit Fälschungen hatten die fünf Töchter immer wieder zu kämpfen. Eine geschickte Umstrukturierung verhalf ihnen schlussendlich jedoch doch dazu, das Label am Leben zu erhalten.

Werdegang, Kollektionen und Markenzeichen

Nachdem sich das Unternehmen Anfang der 90er Jahre von seinen Rückschlägen erholt hatte, wurden einige neue Kollektionen gelauncht. Dazu gehörte auch die Kollektion Fendissime, die vor allem jüngere Kundinnen ansprechen sollte. 1999 verkauften die Töchter 50% der Firmenanteile an Prada und 50% der Firmenanteile an die LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) Gruppe. Letztere kaufte auch Pradas Anteile auf, so dass sich das Unternehmen fortan ausschließlich unter der Leitung der LVMH Gruppe befand. In den kommenden Jahren folgten zahlreiche neue Kollektionen, die alle Altersklassen ansprachen. Typisch ist bis heute das bekannte Fendi Doppel-F-Logo, das vor allem die Taschen und Accessoires des Hauses ziert. Als typisches Erkennungsmerkmal gilt aber nicht nur das Doppel-F-Logo, sondern auch dessen Anordnung. Dabei handelt es sich um das sogenannte Pequin-Muster, das erstmals 1983 eingeführt wurde. Innerhalb des Musters wechseln sich gold- und dunkelbraune, breite Längsstreifen ab. Zu den Traditionsfarben zählen allgemein schwarz und braun, mittlerweile gibt es aber auch deutlich knalligere, auffälligere Accessoires- und Taschenkollektionen.

Fendi: Nice to know

Im Jahr 2005 wurde am Largo Carlo Goldoni, einem bekannten Platz in Rom, der Palazzo Fendi eingeweiht, in dem sich bis heute auch die Firmenzentrale des Unternehmens befindet. Desweiteren beherbergt der Palazzo einen Flagship-Store, in dem stets die neuesten Kollektionen präsentiert werden. Beliebt ist das Label heutzutage aber vor allem im asiatischen Raum, besonders in China. 2008 veranstaltete Fendi die erste Modenschau auf der Chinesischen Mauer. Chefdesigner der Damenkollektionen ist immer noch Karl Lagerfeld, Silvia Fendi ist seit 1994 Co-Designerin. Letztere ist vor allem für das Design der Accessoires und Lederwaren, aber auch für einen Teil der Damenlinie zuständig. Die Accessoires-Kollektionen für Damen und Herren umfassen vor allem hochwertige, luxuriöse Taschen, Kleinlederwaren, Gürtel und Schuhe, aber auch Brillen, Krawatten, Uhren und Geldbörsen.

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